Akunpunktur und Moxabustion

Die ersten Hinweise auf eine Behandlung mit Nadeln gegen Krankheit finden sich auf Inschriften auf Tierknochen, die in China von Archäologen ausgegraben wurden. Offenbar wurden spitze und scharfe „Instrumente“ aus Holz, Knochen, Stein und später auch aus Metall bereits vor tausenden von Jahren therapeutisch angewandt, was nach und nach zu einer methodischen Anwendung führte. Bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung war die Akupunktur in China eine Behandlungsmethode, die geprägt war von einer immensen therapeutischen Erfahrung der alten chinesischen Ärzte, die uns auch heute noch im naturwissenschaftlichen Zeitalter immer wieder in großes Staunen versetzt, wenn wir stetig neue Bestätigungen für die Richtigkeit der damaligen Kenntnisse finden. So wissen wir heute, dass der exakte Einstich der Nadel an den vorgegebenen Körperstellen (Akupunkturpunkte) auf feine Nerven trifft, die eine Stimulation des Rückenmarks und eines zugehörigen Bereichs im Gehirn auslösen. Dadurch kann im Zentralen Nervensystem die Weiterleitung eines Schmerzreizes unterdrückt werden.

Der Begriff ‚ Akupunktur ' ist allerdings eine westliche Wortschöpfung aus ‚acus' (Nadel) und ‚pungere' (stechen). Im chinesischen Sprachgebrauch wird die Methode ‚Zhen Jiu' ( japanisch shinkyu ) genannt, was soviel bedeutet wie „Stechen und Brennen“. Die klassische Akupunktur besteht also nicht nur aus der gezielten Reizung bestimmter Hautareale mit der Akupunkturnadel, sondern auch in der Behandlung mit Hitze durch das Abbrennen von Heilkräutern (meist Artemisia vulgaris) auf diesen Punkten oder Arealen. Diese Methode wird bei uns Moxabustion' genannt (von mogusa , japanischer Name für Artemisia) bezeichnet.

In Japan, wo die chinesische Medizin bereits seit dem 5. Jh. Verbreitung fand und das berühmte Ärzte hervorbrachte, erfuhr die TCM eine eigenständige Weiterentwicklung und Verfeinerung, die bis zur Gegenwart reicht. Nach meiner nunmehr über 20jährigen Akupunkturpraxis bin ich davon überzeugt, dass die japanische Akupunktur für unsere Verhältnisse im Westen besser geeignet ist als die chinesische Nadeltherapie.

Die klassische japanische Akupunktur unterscheidet sich von der chinesischen in erster Linie durch eine verfeinerte Technik: der Einstich mit der viel dünneren japanischen Akupunkturnadel erfolgt schmerzlos !

Dieser kaum spürbare Nadelreiz wirkt sowohl schmerzlindernd wie auch regulierend. Es ist nachgewiesen, dass durch den Nadelreiz körpereigene Übermittlersubstanzen freigesetzt werden. Dadurch können Funktionsstörungen der Organe, des Nervensystems, insbesondere des vegetativen Nervensystems, Durchblutungsstörungen und Schmerzzustände verschiedenster Art gebessert werden. Aber nicht nur das körperliche, auch das seelische Befinden ändert sich häufig durch die Akupunktur: die Stimmungslage verbessert sich merklich. Im Allgemeinen kommt die konstitutionelle Akupunkturbehandlung - wie ich sie praktiziere - besonders jenen Patienten zu gute, die vom Stress geplagt sind und dadurch bereits an Beschwerden leiden, die heutzutage meist mit so genannten “Tranquilizern”, also chemischen Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Sedativa behandelt werden. Auch bei den “austherapierten” Patienten (das sind jene Patienten, die bereits eine wahre Odyssee an unbefriedigenden Therapieversuchen hinter sich haben) lassen sich mit einer konstitutionellen Akupunkturbehandlung oft noch unerwartete Besserungen erzielen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die segensreiche Wirkung der Akupunktur als “adjuvante”, also die schulmedizinische Behandlung begleitende und ergänzende Therapieform bei Krebserkrankungen hinweisen.

Allerdings gibt es auch Menschen, die kaum oder nur sehr schwach auf Akupunktur reagieren (so genannte ‚Non-Responder'). Meist zeigt sich eine derartige Reaktionsstarre, die medikamentös-toxisch oder durch einen Entzündungsherd bedingt sein kann, bereits nach den ersten Akupunktursitzungen.

Auch die japanische Moxabustion zeigt ähnliche Verfeinerungen gegenüber der chinesischen Technik wie bei japanischen Akupunktur. Dabei werden kleine Mengen medizinischen Beifusses (Artemisia vulgaris) entweder direkt auf der Haut

oder indirekt auf dem Kopf der Akupunkturnadel abgebrannt.

Diese Begleittherapie dient ähnlichen Indikationen wie die Akupunktur, hat jedoch ihren besonderen Wert in der Schmerzbehandlung und zur Abwehrsteigerung.

cuestiones generales
medicina que ejerce
historial
inicio
drücken
Akunpunktur und Moxabustion
Rechtlicher Hinweis

Akunpunktur und Moxabustion

Die ersten Hinweise auf eine Behandlung mit Nadeln gegen Krankheit finden sich auf Inschriften auf Tierknochen, die in China von Archäologen ausgegraben wurden. Offenbar wurden spitze und scharfe „Instrumente“ aus Holz, Knochen, Stein und später auch aus Metall bereits vor tausenden von Jahren therapeutisch angewandt, was nach und nach zu einer methodischen Anwendung führte. Bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung war die Akupunktur in China eine Behandlungsmethode, die geprägt war von einer immensen therapeutischen Erfahrung der alten chinesischen Ärzte, die uns auch heute noch im naturwissenschaftlichen Zeitalter immer wieder in großes Staunen versetzt, wenn wir stetig neue Bestätigungen für die Richtigkeit der damaligen Kenntnisse finden. So wissen wir heute, dass der exakte Einstich der Nadel an den vorgegebenen Körperstellen (Akupunkturpunkte) auf feine Nerven trifft, die eine Stimulation des Rückenmarks und eines zugehörigen Bereichs im Gehirn auslösen. Dadurch kann im Zentralen Nervensystem die Weiterleitung eines Schmerzreizes unterdrückt werden.

Der Begriff ‚ Akupunktur ' ist allerdings eine westliche Wortschöpfung aus ‚acus' (Nadel) und ‚pungere' (stechen). Im chinesischen Sprachgebrauch wird die Methode ‚Zhen Jiu' ( japanisch shinkyu ) genannt, was soviel bedeutet wie „Stechen und Brennen“. Die klassische Akupunktur besteht also nicht nur aus der gezielten Reizung bestimmter Hautareale mit der Akupunkturnadel, sondern auch in der Behandlung mit Hitze durch das Abbrennen von Heilkräutern (meist Artemisia vulgaris) auf diesen Punkten oder Arealen. Diese Methode wird bei uns Moxabustion' genannt (von mogusa , japanischer Name für Artemisia) bezeichnet.

In Japan, wo die chinesische Medizin bereits seit dem 5. Jh. Verbreitung fand und das berühmte Ärzte hervorbrachte, erfuhr die TCM eine eigenständige Weiterentwicklung und Verfeinerung, die bis zur Gegenwart reicht. Nach meiner nunmehr über 20jährigen Akupunkturpraxis bin ich davon überzeugt, dass die japanische Akupunktur für unsere Verhältnisse im Westen besser geeignet ist als die chinesische Nadeltherapie.

Die klassische japanische Akupunktur unterscheidet sich von der chinesischen in erster Linie durch eine verfeinerte Technik: der Einstich mit der viel dünneren japanischen Akupunkturnadel erfolgt schmerzlos !

Dieser kaum spürbare Nadelreiz wirkt sowohl schmerzlindernd wie auch regulierend. Es ist nachgewiesen, dass durch den Nadelreiz körpereigene Übermittlersubstanzen freigesetzt werden. Dadurch können Funktionsstörungen der Organe, des Nervensystems, insbesondere des vegetativen Nervensystems, Durchblutungsstörungen und Schmerzzustände verschiedenster Art gebessert werden. Aber nicht nur das körperliche, auch das seelische Befinden ändert sich häufig durch die Akupunktur: die Stimmungslage verbessert sich merklich. Im Allgemeinen kommt die konstitutionelle Akupunkturbehandlung - wie ich sie praktiziere - besonders jenen Patienten zu gute, die vom Stress geplagt sind und dadurch bereits an Beschwerden leiden, die heutzutage meist mit so genannten “Tranquilizern”, also chemischen Beruhigungsmitteln, Antidepressiva und Sedativa behandelt werden. Auch bei den “austherapierten” Patienten (das sind jene Patienten, die bereits eine wahre Odyssee an unbefriedigenden Therapieversuchen hinter sich haben) lassen sich mit einer konstitutionellen Akupunkturbehandlung oft noch unerwartete Besserungen erzielen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die segensreiche Wirkung der Akupunktur als “adjuvante”, also die schulmedizinische Behandlung begleitende und ergänzende Therapieform bei Krebserkrankungen hinweisen.

Allerdings gibt es auch Menschen, die kaum oder nur sehr schwach auf Akupunktur reagieren (so genannte ‚Non-Responder'). Meist zeigt sich eine derartige Reaktionsstarre, die medikamentös-toxisch oder durch einen Entzündungsherd bedingt sein kann, bereits nach den ersten Akupunktursitzungen.

Auch die japanische Moxabustion zeigt ähnliche Verfeinerungen gegenüber der chinesischen Technik wie bei japanischen Akupunktur. Dabei werden kleine Mengen medizinischen Beifusses (Artemisia vulgaris) entweder direkt auf der Haut

oder indirekt auf dem Kopf der Akupunkturnadel abgebrannt.

Diese Begleittherapie dient ähnlichen Indikationen wie die Akupunktur, hat jedoch ihren besonderen Wert in der Schmerzbehandlung und zur Abwehrsteigerung.